Lungenfunktionsprüfung (LUFU, Spirometrie)

Der Spirometer ist ein Messgerät mit einem Mundstück, in das hinein gepustet werden muss. Das Gerät zeichnet dann die Funktion von Lunge und Bronchien auf. Gemessen werden zwei unterschiedliche Werte:

  • Die Vitalkapazität ist die Luft, die ein Mensch maximal ausatmen kann, nachdem er vorher so viel Luft wie möglich eingeatmet hat. Bei kleinen Kindern hilft die Vorstellung, dass sie so viel Luft in einen Luftballon pusten sollen, wie sie nur auf einmal schaffen können. Mit der Vitalkapazität kann gemessen werden, wie viel Luft die Lunge maximal aufnehmen kann.
  • Die Einsekundenkapazität misst dagegen, wie viel Luft ein Betroffener nach maximaler Einatmung in einer Sekunde ausatmen kann. Dazu wird so tief es geht eingeatmet. Danach aber muss die Luft so schnell wie möglich wieder ausgeatmet werden. Das Gerät misst dann die Luftmenge, die in der ersten Sekunde ausgeatmet wird. Kinder sollten schon vorher auf diese Untersuchung vorbereitet werden, z. B. kann das Bild "Geburtstagskerzen ausblasen" dazu veranlassen, kräftig zu pusten. Die Genauigkeit der Untersuchung ist von der Mitarbeit der Betroffenen abhängig. Die Einsekundenkapazität wird auch FEV₁ abgekürzt. Bei verengten Bronchien ist der FEV₁-Wert zu niedrig, den es passt nicht so viel Luft in die Bronchien und durch die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur kann ein Asthmatiker nicht so kräftig ausatmen, wie ein gesunder Mensch.